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Anlegerschutz Bank hat mein Geld vernichtet

Bank hat mein Geld vernichtet Was tun?

Die immer komplexeren Produkte und Dienstleistungen der Banken verunsichern sehr viele Bankkunden. Die Banksprache ist eine Fachsprache, die vom Kunden - und vielfach auch vom Banker - nicht verstanden wird. Deshalb muss sie erklärt werden. Die alte Regel: „Je grösser die Rendite - desto höher das Risiko„ muss ergänzt werden: „Kaufe nur dasjenige Produkt, welches Du verstehst!„ Die Europäische Union hat den Anlegerschutz durch Erlass der MiFid Rules (Markets in Financial Instruments Directive, Richtilinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente, kurz: Finanzmarktrichtlinie) drastisch ausgebaut und die Banken verpflichtet, umfassende Aufklärungspflichten umzusetzen. Da die Bank die Umsetzung der neuen Aufklärungspflichten nicht immer aktenkundig festhält und dokumentiert, sind die Chancen der Anleger für erlittene Verluste entschädigt zu werden massiv gestiegen. Im Streitfall muss die Bank beweisen, dass sie den Kunden rechtsgenügend aufgeklärt hat oder gar abgemahnt hat. In 75% der Fälle lohnt sich eine Intervention bei der Bank. Hier ist guter Rat bares Geld wert!

Viele ausländische Investoren mit Konten in der Schweiz, die Geld verloren haben, wissen nicht einmal, wieso sie ihr Geld verloren haben. Sie können schlicht nicht beurteilen, ob ihre Bank ihre Hausaufgaben richtig gemacht hat oder ob sie als Kunde übers Ohr gehauen wurden! Sie wissen nicht genau, wie sie sich verhalten sollen. Die Finanzprodukte und die Finanzmärkte sind dermassen kompliziert strukturiert, dass sie nicht mehr zu beurteilen vermögen, ob alles rechtens ist oder ob eben doch Einiges falsch gemacht wurde. Viele Bankkunden haben ein ungutes Bauchgefühl über das Geld, welches sie verloren haben. Sie trauen sich nicht, alleine den Banker mit den Verlusten zu konfrontieren, weil sie davon ausgehen, dass der Banker aufgrund seines Informationsvorsprunges und mit seinem Fachlatein so oder so Ausreden erfinden wird. Die meisten Kunden haben Angst, vor dem Banker dumm dazustehen. Schlauere Kunden, die mit ihrer Bank nicht klar kommen, greifen zum Telefon und rufen mich an. Sie suchen einen unabhängigen Berater und nicht einen Berater der Bank. Das Misstrauen gegenüber den Banken ist massiv gewachsen.

Die Kundenbetreuer stehen seit der Finanzkrise unter massiven Druck. Die Bezahlung der Banker ist vor allem erfolgsorientiert. Zudem muss der Banker sein Jahresbudget erfüllen und sogenannte neue „Assets under Management„ (AUM) bringen, andernfalls er seinen Job verliert. Die Kommissionen der Schweizer Banken werden immer kleiner, infolge des internationalen Druckes. Die Eröffnung neuer Bankbeziehungen wird aufgrund der gestiegenen Compliance Anforderungen und der immer schärferen Geldwäschereibestimmungen immer schwieriger. Es ist heute für einen Banker ungemein schwieriger geworden, Geld zu verdienen, als dies vor 5 Jahren noch der Fall war. Das führt dazu, dass der Banker einem enormen Druck ausgeliefert ist, wenn er weiterhin seinen Job bei der Bank behalten will. Wenn er das Budget nicht erreicht und deshalb wenig AUM hat, ist er gezwungen aus den zur Verfügung stehenden AUM möglichst viele Kommissionen zu generieren. Je spekulativer die Anlagen, desto grösser die Kommissionen für die Bank und den Kundenbetreuer oder Relationship Manager. Je mehr bankinterne Produkte er verkaufen kann, desto mehr wird sein Bonus Ende Jahr steigen, was sich für den Kunden nachteilig auswirken kann, befindet sich doch der Banker in einem offensichtlichen Interessenskonflikt. Vielfach muss man sich fragen: Ist der Banker Berater der Bank oder Berater seines Kunden?

Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit habe ich feststellen müssen, dass dies oft eine Charaktersache ist, denn die Gratwanderung des Bankers ist schwierig, ist er doch Diener zweier Herren. Einerseits muss er die Interessen der Bank verfolgen und bankinterne Produkte beim Kunden platzieren, andererseits muss er als Berater des Kunden die für den Kunden besten Produkte empfehlen. Die meisten Kommissionen für die Bank und somit auch für den Banker gibt es mit dem Verkauf strukturierter Produkte. Strukturierte und spekulative Produkte dürfen jedoch keinesfalls an nicht erfahrende Anleger zur Anlage empfohlen werden, ausser der Banker macht es trotzdem und behauptet im Nachhinein, der Kunde habe von sich aus, aus eigener Initiative unbedingt dieses Produkt kaufen wollen und er habe sehr wohl Erfahrung im Anlegen von Geld. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass komplizierte Produkte, die der Kunde nicht verstanden hat, dem Kunden aufgeschwatzt wurden, so entsteht eine Schadenersatzpflicht der Bank. Das Bundesgericht ist in einem Leading Case so weit gegangen, dass es für die Bank eine Abmahnungspflicht des Kunden vorschreibt. Das heisst, dass der Banker den Kunden hätte von hoch riskanten Investments abhalten und abmahnen sollen. Wenn aber im Dossier keine Spur von einer erfolgten Abmahnung zu finden ist, hat die Bank den Verlust zu tragen. Der Kunde hat Anrecht auf das negative Vertragsinteresse und ist deshalb vermögensrechtlich so zu stellen, wie wenn er nie in dieses Produkt investiert hätte, sagt das Bundesgericht.

Viele Finanzprodukte sind dermassen intransparent und kompliziert geworden, dass selbst der Fachmann nicht richtig beurteilen kann, wie und wo versteckte Gebühren integriert wurden. In der Vergangenheit wurden vielfach intransparente Gebühren eingebaut, die als so genannte Retrozessionen an die Bank, an den Vermögensverwalter oder an den Investmentfund ausgeschüttet wurden. Vor 6 Jahren hat hier ein Bundesgerichtsentscheid hohe Wellen aufgeworfen und Klarheit geschaffen, was zulässig ist und was nicht. In der Zwischenzeit sind in der Europäischen Union Gesetze in Kraft getreten, die die Rechte der Anleger massiv ausgedehnt haben. Die so genannten MiFid Rules sind zwar theoretisch nur in der Europäischen Union rechtskräftig, werden aber in materieller Hinsicht auch von den Schweizer Gerichten angewendet. Gerade seit der Finanzkriese wurde im Anlegerschutz viel getan und die Rechte sind viel ausgebauter als man allgemein annimmt. So wurden zum Beispiel die Aufklärungspflichten der Banken verschärft. Die Banken müssen heute ihren Kunden die Produkte und deren Funktionsweise erklären und sicherstellen, dass der Kunde verstanden hat, was erklärt wurde.

Die Regulierung ist dermassen komplex geworden, dass man viel Zeit investieren muss, um diese neue Regulierung zu verstehen. Da heute im Gegensatz zu früher nicht mehr viel Geld in die Ausbildung der Banker investiert wird, finden sich vielfach fachlich nicht genügend ausgebildete Banker, welche trotzdem auf die Anleger losgelassen werden. Aufgrund der wachsenden Nachfrage aus Russland nach Swiss Banking Services mussten die Banken und Vermögensverwalter so rasch wie möglich tausende Russisch sprechende Kundenbetreuer rekrutieren, die nach kurzer Einführung auf die Kunden losgelassen wurden. Nachdem auf dem Arbeitsmarkt selbst keine russisch sprechende Kandidaten mehr gefunden werden konnten, wurden sogar Uebersetzerinnen und Kindergärtnerinnen ohne Bankfachwissen als Kundenbetreuer angeheuert; Hauptsache sie konnten Russisch sprechen. Wie sollen schlecht ausgebildete Berater die immer komplexer werdenden Bankprodukte und Bankdienstleistungen den Kunden erklären können, wenn sie selbst teilweise nicht in der Lage sind diese zu verstehen? Man muss sich nicht wundern, wenn unter solchen Umständen viele - vor allem russische Kunden - schlecht beraten worden sind und sinnlos Geld vernichtet wurde.

Es lohnt sich demnach, das jeweilige Dossier genau anzuschauen und die Geschichte der Bankbeziehung minuziös zurückzuverfolgen. Wenn Geld vernichtet wurde, stehen heutzutage die Chancen gut, dass man diesen Verlust - rein aus regulatorischen Gründen - der Bank zuschreiben kann und die Bank in die Pflicht rufen kann.





In welchen Fällen werden wir um Hilfe gebeten?

47% Falsche Anlageberatung, fehlerhafte Vermögensverwaltung, Klumpenrisiken

47% der Kunden kommen zu uns wegen falscher Beratung, Fehler in der Vermögensverwaltung und Klumpenrisiken (Cluster Risks). Sie suchen meist per Email oder per Telefon den ersten Kontakt. Wenn das Anliegen interessant tönt und der Streitwert gross genug ist, fordere ich den Kunden auf, Unterlagen zu senden und mir eine Vollmacht zu erteilen, inklusive Entbindung vom Bankgeheimnis. Meistens handelt es sich hier um vereinbarungswidrige Umsetzung des Risikoprofils und des Anlageprofils, indem die Bank viel zu wenig differenziert und Klumpenrisiken entstehen lässt. Nach der neuesten bundesgerichtlichen Rechtssprechung trifft die Bank sogar eine Abmahnungspflicht, d.h. die Bank ist verpflichtet, einen Kunden abzumahnen, wenn er zu viel Geld in eine einzige Aktie investieren will. Investiert der Kunde trotzdem in einen einzigen Titel und der Kurs des Titels verliert an Wert, so haftet die Bank für den Verlust, wenn sie es vergessen hat, die mündlich erfolgte Abmahnung im Dossier aktenkundig festzuhalten oder es sonst wie unterlassen hat, die Abmahnung rechtsgenügend zu dokumentieren. Aufgrund der MiFiD Rules haben sich die Pflichten der Bank verschärft. Die Bank hat heutzutage umfassende Aufklärungspflichten, die sie auch im Dossier entsprechend zu dokumentieren hat. Nur durch entsprechende Dokumentation kann die Bank das Risiko eines Beweisnotstandes ausschliessen und sich Exculpieren. Unterlässt es die Bank die erfolgte Aufklärung an den Kunden aktenkundig zu machen, oder macht sie dies nur oberflächlich und lückenhaft, riskiert die Bank sich im Falle einer Auseinandersetzung sich in einem Beweisnotstand zu befinden, kann sie doch ihre behauptete Aufklärung oder Abmahnung des Kunden gegenüber dem Richter nicht rechtsgenügend beweisen. Die Bank muss das Risikoprofil und Anlageprofil schriftlich dokumentieren. Sie muss den Kunden ein Gespräch führen und herausfinden, welche Erfahrungen der Kunde im Anlagegeschäft bereits gesammelt hat und ob er aufgrund seiner Ausbildung fähig ist, die angebotenen Finanzprodukte zu verstehen. Sie muss die Risikofähigkeit und die Risikowilligkeit des Kunden abklären und vor allem dokumentieren. Je weniger der Kunde mit Anlageprodukten vertraut ist, desto grösser sind die Aufklärungspflichten der Bank. Ein Relationship Manager ist massiven Stress ausgesetzt. Da kommt es immer wieder vor, dass er keine Zeit findet, das Dossier korrekt zu führen. Wenn er am falschen Ort Zeit spart und er es unterlässt, den Inhalt der Kommunikation mit dem Kunden im Dossier zu dokumentieren, kann das für die Bank sehr teuer werden. Das Abgeben standardisierter Formulare seitens der Bank, worin nur schriftlich und kleingedruckt aufgeklärt wird, reicht nicht bei allen Kunden aus, sondern nur beim erfahrenen Anleger. In den Medien wurde ausgiebig über den Fall Madoff und Lehman Brothers berichtet. In diesen Fällen geht es genau um diese Aufklärungspflichten der Berater. Der Berater muss sicherstellen, dass der Kunde verstanden hat, wie das Produkt funktioniert. Das reicht aber noch nicht aus. Vielmehr muss der Banker aktenkundig dokumentieren, dass er das Produkt erklärt hat und der Kunde seine Erklärungen zum Produkt verstanden hat.

Infolge dieser neuen anlegerfreundlichen Gesetzgebung sind die Chancen des Anlegers für den erlittenen Verlust von der Bank kompensiert zu werden seit kurzem ungemein gestiegen. Es lohnt sich nun umso mehr im Falle eines Verlustes das Bankdossier einem spezialisierten Rechtsanwalt zur Prüfung vorzulegen.


12% Börsen-, Wertschriften-, Rohstoffe- und Währungstransaktionen

12% der eintreffenden Fälle haben einen Bezug zu falschen Abrechnungen von Transaktionen. Seien nun die Fondanteile falsch abgerechnet worden oder sonstige andern Transaktionen; auch im Computerzeitalter schleichen sich Abrechnungsfehler schnell ein. Die Banken sind zunehmendem Druck mit erhöhter Konkurrenz im Pricing ausgesetzt. Das Personal wird nicht mehr so gut ausgebildet. Die Produkte hingegen, wie zum Beispiel viele Hedge-Fund Produkte, werden immer komplizierter und stellen erhöhte Anforderungen an die Fachkenntnisse der verantwortlichen Wertschriftenabrechnungssachbearbeiter. Fehler im sechs stelligen Bereich haben sich schnell eingeschlichen und sind nur ausfindig zu machen, wenn man in mühsamer Handarbeit, alle Credit Advices und Debit Advices zusammenstellt, auflistet, prüft und nachvollzieht, jeden Storno einzeln rekonstruiert, jede Umrechungsposition überprüft. Die Wahrscheinlichkeit, dass in solchen Fällen ein grosser Schaden entstanden ist, ist enorm hoch und kann nur ausfindig gemacht werden, wenn alle Transaktionen nochmals rekonstruiert, nachvollzogen und in mühsamer Handarbeit geprüft und nachgerechnet werden. Es kann aber durchaus sein, dass man während der Prüfung, ob im Hedge-Fund richtig abgerechnet wurde, auf etwas völlig Unerwartetes stösst. Zum Beispiel wurde beim Nachrechnen festgestellt, dass der Emittent aller Hedge-Fund Produkte, immer der gleiche Emittent war, was ein Klumpenrisiko darstellt. Die Bank hätte nämlich auch das Emittentenrisiko differenzieren müssen und verschiedene Emittenten auswählen müssen. In solchen Fällen fragt man sich oft, ob hier nicht jemand vom bevorzugten Emittenten Kick-backs einkassiert hat. Genau so war es. Damit war der Fall sehr schnell gelöst und die Bank hat in den Verhandlungen sehr schnell eingelenkt und ohne zu zögern unseren Kunden für die mangelnde Diversifikation entschädigen müssen.


10% Kredite, Pfand und andere Sicherungsgeschäfte

In diesen Fällen ist es wichtig, die Geschichte des Falles nachzuvollziehen und im Rückblick zu rekonstruieren, wer wieso in Konkurs gefallen ist, ob die Verträge die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt hatten, wer als Bürge zu haften hatte und ob alles rechtens war.


21% Kontobewegungen, Zahlungsverkehr, Kreditkarten

Die Fälle in dieser Kategorie sind mannigfaltig. Vielfach wurden bei Zahlungsinstruktionen die Unterschriften gefälscht, falsche Gebühren abgerechnet, zu hohe Kommissionen verlangt etc.. Je nach Situation hat die Bank für den entstandenen Schaden aufzukommen. Jede Situation ist hier einzeln zu prüfen und zu bewerten. Manchmal hat der Kunde Hand geboten, um so genannte Kompensationszahlungen zu tätigen. Solche Zahlungen werden nicht mehr als Privatsache angesehen. Vielmehr drückt die FINMA kein Auge mehr zu. Kompensationszahlungen werden heute sanktioniert und die Teilnehmer in die Pflicht genommen.


10% Diverses: US-Persons, Steuerhinterziehung und Steuerbetrug, Trusts, Stiftungen, Waqf, Testamente, falscher Postversand, Bankgeheimnis, internationale Erbschaften, Post-Mortem Vollmachten, Nachfolge Streitigkeiten, blockierte Konten, nachrichtenlose Konten Politically Exposed Persons (PEP accounts), Potentatengelder, Länderrisiken etc.


Deutlich bessere Chancen für den Kunden von den Banken oder Vermögensverwalter entschädigt zu werden

Während früher die Banken grosszügiger entschädigten, gestalten sich heute die Verhandlungen hartnäckiger und zäher. Insbesondere die Schadensberechnung kann sehr komplex werden, insbesondere dann, wenn Hedge-Funds komplexe mathematische Modelle anwenden. Die Banken sind zwar beharrlicher in den Verhandlungen, dafür sind die Aussichten entschädigt zu werden deutlich gestiegen. Der Anlegerschutz hat sich massiv verbessert.


Wenn Sie Fragen haben, dann nicht zögern: Wir kämpfen für Ihr Recht